Die Initiative „Gesund durch die Schule“ wurde ins Leben gerufen, um den in den letzten Jahren immer stärker auftretenden negativen Entwicklungstendenzen im Bereich der Gesundheit bzw. Krankheit der Kinder zu begegnen. Unter vielen Entwicklungen der „modernen“ Gesellschaft leidet die Gesundheit der gesamten Bevölkerung und insbesondere die Gesundheit vieler Kinder sehr stark.
Einer der Hauptgründe dafür liegt im weit verbreiteten Bewegungsmangel der Kinder. Während vor einigen Jahren bzw. einigen Jahrzehnten die Hauptbeschäftigung vieler Kinder außerhalb des Schulunterrichts darin bestand, sich in vielfältiger Weise zu bewegen, sitzen zahlreiche Kinder heute hauptsächlich vor dem Fernsehgerät oder dem Computer. Die gravierenden Folgen sind in den Gesundheitsstatistiken nachzulesen und werden in den kommenden Jahren auch durch steigende Gesundheitskosten evident werden.
Die durch Bewegungsmangel bereits im Kindesalter verursachten Dysfunktionen und Erkrankungen nehmen tatsächlich ein immer dramatischeres Ausmaß an. Neben dem Übergewicht mit all seinen negativen Folgen sind hier vor allem Defizite in der muskulären Leistungsfähigkeit und die daraus resultierenden Haltungsschwächen und Haltungsfehler zu nennen. Maßnahmen zur Verhaltens- und Verhältnisprävention wie das Einsetzen spezieller Schulmöbel oder das Anbieten von Rückenschulprogrammen im Unterricht sind kostenintensiv und dienen zumeist nur der Symptombekämpfung. Einen wirksamen und nachhaltigen Schutz bieten nur die Entwicklung und der Erhalt des muskulären Schutzkorsetts des Kindes. Dem entgegenzuwirken ist eine der vordringlichsten Aufgaben der schulischen Gesundheitsförderung.
Die Initiative „Gesund durch die Schule“ tritt diesen Entwicklungen an ihrem Ausgangspunkt – nämlich im Kindesalter - präventiv entgegen. Es ist sehr erfreulich, dass dieses Projekt von zahlreichen verantwortungsbewussten Institutionen und Entscheidungsträgern materiell und ideell unterstützt wird, um unseren Volksschülern eine gesunde Kindheit zu ermöglichen.