Die Vorteile des Projekts bestehen darin, dass mit einem relativ geringen materiellen und organisatorischen Aufwand sehr viel erreicht werden kann und dass alle Kinder genau im richtigen Alter die passenden Übungen machen können, die ihnen dabei helfen, späteren Haltungsschäden vorzubeugen.
Damit kann nicht nur jedem einzelnen Kind geholfen werden, sondern es können auch hohe Beträge im Gesundheitssystem eingespart werden.
Ein weiterer Vorteil besteht in der sehr leichten Umsetzbarkeit der Initiative. Alle Übungen sind praktisch selbsterklärend, und es besteht somit nur ein minimaler Weiterbildungsbedarf für das Lehrpersonal. Durch die kindgerechte Konzeption des Übungsprogramms und die Verwendung motivierender Begleitmusik sind auch die Schüler mit Begeisterung bei der Sache. Durch die großen Variationsmöglichkeiten besteht auch nicht die Gefahr, dass die Übungen langweilig werden.
Die Wirkung der Initiative „Gesund durch die Schule“ ist nachhaltig. Die Wirkung der Trainingseffekte kann man sich vorstellen wie das Erlernen des Radfahrens oder des Schwimmens. Einmal erlernt, bleibt es für immer abrufbar. Im Kindesalter erworbene Fertigkeiten und Eigenschaften wirken in vielen Bereichen das ganze Leben lang.


Vorsicht Nebenwirkungen!

Zusätzlich zum Aufbau der muskulären Sicherungssyteme der Wirbelsäule, die Haltungsproblemen entgegenwirkt, sind eine Reihe weiterer Effekte mit der Durchführung der Übungsprogramme verbunden:
Durch die Verbesserung der koordinativen Fertigkeiten der Kinder erlangen diese „Bewegungssouveränität“. Dadurch wird Bewegung insgesamt freudvoller empfunden. Außerdem wird das Verletzungsrisiko - etwa bei Stürzen - verringert.
Bewegung und Lernen ergänzen sich in idealer Weise. Durch Bewegung und die damit eng verknüpfte Sensorik werden die für dauerhafte Lerneffekte grundlegenden Verbindungen zwischen Nervenzellen im Gehirn gebildet, erhalten und verstärkt. Ein Lernen ohne Bewegung, ohne Rückkopplung von Sensorik und Motorik ist somit weniger effektiv. Bewegung sorgt darüber hinaus für eine ausgewogene Funktionsweise des zentralen Botenstoffsystems im Gehirn und fördert somit die Entstehung dauerhafter Lerneffekte. Zusätzlich haben erste Erfahrungen bereits erwiesen, dass die Aufmerksamkeit der Schüler durch die Bewegungspausen signifikant gesteigert wird.
Regelmäßige Bewegung hat einen positiven Einfluss auf das Stoffwechselgeschehen und verbessert die Energiebilanz. Dies wirkt unter anderem Übergewicht entgegen. Ein wesentlicher Aspekt dabei ist die Erhöhung des Grundumsatzes der trainierten Muskelzellen. Der Organismus verbraucht also dauerhaft (nicht nur während dem Training) mehr Energie.